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Gedichte zu Ostern in Munart



Diese Ostergedichte stelle ich euch gerne für private Zwecke zur Verfügung

Wenn man den Dialekt nicht beherrscht, ist es auch sehr lustig und schwierig ihn vorzulesen.







Osterhas

Ig ha-n-im Has es Nästli g'macht
Im Bungert hinder'm Garte;
Es sy die schönste Blüemli dra,
Die fynste und die zarte.

's het's niemer as mys Mueti gseh,
's het gseit, er wärd's scho finde,
Wenn är dur 's Dörfli abe göih
Zu dene brave Chinde.



's Osterhäsli

Hinterm Hus, vor em Hus
Mache mer Ringetänzli;
's Osterhäsli luegt is zue,
Wed'let mit em Schwänzli.

Hinterm Hus, vor em Hus
Sueche mer Moos und Steinli,
's Osterhäsli gumpt dervo,
Schlenk'ret syni Beinli.

Hinterm Hus, vor em Hus
Baue mer kleini Nestli,
's Osterhäsli springt gschwind heim,
Holt sy Eierkästli.

Hinterm Hus, vorem Hus
Tien mer lustig singe.
's Osterhäsli tuet is hit
Gfärbti Eili bringe.



Ostere

De Hasema
Stricht Eili a,
Und d' Hasefrau,
Die hilft em au,
Und die chline Hasechind
Träged s' furt, wenn s' fertig sind,
Gönd demit vo Hus ze Hus,
Teiled s' brave Chinde-n-us,
Lis verberged s' jedes Ei.
Ist d'Chrätze leer, so trottet s' hei.
Ostereier

Was häd au d' Muetter Tufigs vor?
Was flismet sie dur's Oferohr?
"Bis still und säg keis Wort devo:
Mer settid gschwind i d' Chuchi cho;
Doch nu die "Große" ganz ellei,
Und ohni Gschwätz und ohni Gschrei."
Werum denn so? "Begrifsch'es wol?
Wil's keis von "Chline" merke soll.

Und d' Muetter seid: "Jetz flüged us!
Du, Heiri, gahst zum Hüehnerhus:
Det schlüfft mer flingg zum Türli i
Und bringst die letzte-n-Eier gli.
Du Hans, lauf mit dem Chorb i d' Schür
Und lis mer zwäzgig us em Sprür,
Heb ordli Sorg und gib mer Acht
Und chum au wieder vor der Nacht.

's Marieli mueß zum Chillerai
Go Pflänzli sueche allerei:
Schöns Leiterlichrut und chline Chlee
Und Heerezeichli und anderi meh.
Du, Ruedi, chast au öppis tue :
Und schälst mer drab die dürre Hüt;
Jetz laufed – und verrated nüt!

Es gahd e Viertelstund verbi,
Da tüsled d' Chind zur Hustür i.
Sie bringed Eier, groß und frisch
Und leged s' uf de Chuchitisch.
's Mareili ist au wieder da:
Jetz gahd das Eierfärbe-n-a.
Det wird en Helge-nane gchläbt,
Da mached s', daß es Blüemli hebt,
Das druckt uf's Ei es Leiterlichchrut,
Und 's ander wicklet Böllehut.

Doch d' Muetter heizt im Chöustli i,
Stellt d' Pfannen ab und schüttet dri
"Brisille-Spöhnli" rot und bla
Und grüßt es paar Maas Wasser dra;
Denn chömmed d' Eier, - lueg wie gschwind,
Daß alli gfärbt und gsotte sind. -
Häd eis en Sprung, so is mers grad -
(Da sind die chinde gli parad)
Denn schribt de Hans uf jedes Ei
E netti, chlini Rimerei:
" Ei, Glück und Glas, wie bald bricht das!
So spricht de güetig Osterhas'." -
Malt na en Chranz, so schön er cha,
Und macht sin Name-n-une dra.

Da ist er scho, der Ostertag,
Wo jedes chum erwarte mag.
Mi Chrügel sind scho lang erwacht,
Eb nu am Himmel d' Sunne lacht,
Und rüefed sid de feufe scho:
"Ist's Osterhäsli nonig cho?"
Die "Große" nähmed s' a der Hand,
Und druf, so reised s' mitenand
Zum Hüsli us, zum Garte hi, -
Und 's Müetterli chund hinedri.
Es lacht es bitzeli und seid:
"Der Osterhas häd Eier gleid;
Nu weiß i nüd ganz gnau wohi, -
Doch glaub i, 's chönnt im Gärtli si,
Drum sueched recht, tüend d'Auge-n-uf;
Denn wer nüd lueged, tramplet druf."

.............

Ghörst jetz das heiter Chindegschrei?
's chund vo der Eiersucherei.
Da lueg! Im Buchshag fangid s' a, -
Vom Osterhas sind Spure da,
Und häd er s' na so fin versteckt,
Die eier sind doch bald etdeckt.
Die Bürschli findet alli Stuck,
Es bliebt au nüd en einzigs zruck.
. . . Und ist verbi die lustige Jagd,
Da händ die chline Jeger gfragt:
"Wo ist ächt au der Osterhas?"
Doch d' Muetter said: "Er sitzt im Gras
Und ist gar müed; drum lönd en ruech',
Sust chann er ja keis Aug' zuetue!"

Chumm jetz mit mir, wenn d' Freud dra hest,
Na zume-n-andere Chindefest.
Weischt, was det uf em Dorfplatz gaht,
Und ghörst de mächtig Disputat?
Das sind die "große Chinde"-n-all,
Us eusrer Gmeind', vo Berg und Tal.
Der Eiertütschet ist im Gang,
Drum mached s' so en Lebelang.
Da füehred s' Chrieg zu zwei und zwei,
's chost jede Schlag es Osterei.
Doch gid's derbi ken Hoselupf;
Nu: Spitz und Spitz und Gupf uf Gupf.
Wenn eine bald is Gfecht will gah,
So chopft er mit em Ei an Zah,
Tönt's nüd so hohl, so isch es guet, -
Denn grift er a mit frischem Muet.
Er haut so ganz verwoge dri,
Schlad mängem Faß de Bode-n-i.
Me luegt es a, schier wie-n-en Held,
Bis entli au si Waffe chnellt.
Denn hört er aber uf und lacht
Und denkt: Jetz gahn i us der Schlacht
Und isse still enandrigs na,
Was ich im Chrieg erbütet ha.
Da lueg, wie-n-alli, Fründ und Find,
Bim Chriege friedli bliebe sind.
Du ghörst kei Strit, kei Zangg und Chlag
Ist das kein schöne . . . Ostertag?

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